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Rückblick


"KUNST"
von Yasmina Reza

Drei Freunde: die einfachste und zugleich komplizierteste Konstellation der Welt. Nichts, keine Frau, keine Intrige, selbst nicht das Geld kann diese Männerfreundschaft von Serge, Marc und Yvan auseinanderbringen. Und dann wird sie auf einmal doch hart auf die Probe gestellt: alles entzündet sich an einer weißen Ölflache, ein Meter sechzig auf ein Meter zwanzig, einem monochromen Bild, das Serge ganze 200.000 Francs wert ist...

Ein weißes Bild wird so zur Projektionsfläche für alle Farben der Freundschaft und Feindschaft, dem Kampf zwischen aufrichtiger Ehrlichkeit und Höflichkeitslügen.
Eine Komödie, die mit den Hirnmuskeln und den Lachnerven spielt und bei der es scheinbar um Kunst doch am meisten um´s Leben selbst geht.

Der Welterfolg der französischen Autorin, 1995 mit dem Prix Molière ausgezeichnet, ist ab dem 12. Mai 2000 in der Inszenierung des THEATER IM WERKHOF spielbereit.
(Premiere: 12.5.2000, weitere Spieltermine am THEATER IM WERKHOF: 13., 19., 20., 31.5.2000). 

 

"KUNST"


Fette Männer im Rock
von Nicky Silver
Regie: Pia Thimon
Es spielen: Veronika Maruhn, Victoria Hinzmann, Kai Bettermann, Hans Peter Krüger

Premiere: 26.05.´99

Diese skurrile Komödie des junge amerikanischen Autors beleuchtet auf groteske und witzige Art Verhaltens- und Beziehungsstrukturen, entlarvt deren verlogene Basis, ohne jedoch den moralischen Zeigefinger zu zücken.
Ein Flugzeugabsturz bringt es an den Tag: Mutter und Sohn als einzige Überlebende gehen auf der einsamen Insel ihren nicht gerade gesellschaftskonformen Gelüsten nach und auch der daheimgebliebene Mann und Vater hat keinerlei Skrupel, sich mit einer attraktiven Geliebten zu trösten. Problematisch - aber auch umso lustiger - wird es, als das "harmonische Familienleben" mit der Rückkehr der beiden Verschollenen wiederhergestellt werden soll: der Mann versucht krampfhaft, "heile Welt" zu spielen, die Geliebte drängt darauf, offiziell anerkannt zu werden, die Mutter flüchtet sich in eine von Schuhen beherrschte Scheinwelt und der Sohn lebt seine vom Inselleben übernommenen Gewohnheiten nun auch in der Zivilisation aus ...

 

Fette Männer im Rock

Fette Männer im Rock


DISCO PIGS
von Enda Walsh

Regie: Rüdiger Meyke
Musik: Justin Jürgens, Berty Polzin
Es spielen: Janine Bauer,
Knut Gambusch, DJ Justin

Premiere: 4.11.99


DISCO PIGS von Enda Walsh - ein Stück mit Musik um die außergewöhnliche Beziehung eines jugendlichen Pärchens das jugendliches Lebensgefühl wie auch den Zeitgeist auf erfrischende Art widerspiegelt.

Pig und Mücker präsentieren sich an ihrem 17. Geburtstag in spielerischer Freude an der Selbstdarstellung den 'Drama-Fans', gewähren Einblick in den symbiotischen Mikrokosmos ihrer schon ein Leben dauernden Beziehung mit ihrer ausgefallenen Sprache aus Baby-Slang und Jugend-Jargon.
Auf der Suche nach dem ultimativen Thrill vorwärtsgetrieben von ihrem ganz eigenen Beat, machen sie saufend, raufend, schwärmend ihre triste Heimatstadt unsicher und amüsieren sich dabei königlich und queeniglich, wenn sie ihre 'uncoolen' Mitmenschen parodieren und provozieren, bis sie an Grenzen stoßen, die sie unsanft aus ihren Träumen und Allmachtsfantasien erwachen lassen.
Entsprechend ihrem Lebensgefühl und spielerischer Freude an der Selbstdarstellung, wechseln sie blitzschnell von Szene zu Szene, präsentieren sich den 'Drama-Fans' wie sie es von ihren geliebten Fernsehserien kennen. Und manchmal erzählen sie auch ganz einfach zart und sensibel von wichtigen Momenten ihres Lebens, von der Liebe und ihren Wünschen.
So stehen neben fetzigen action-Szenen voll geballter Energie auch ganz zarte Momente tiefer Sehnsucht und der Frage, ob das nun das wirkliche Leben sein kann...
"Pig, Mücker und ihre anarchische Utopie wird keiner der Zuschauer so schnell vergessen" wie die WP zur Premiere schrieb.

Diese gastspielerprobte und vom Bühnenbild her nicht sehr aufwendige Inszenierung eignet sich auch für theaterunspezifische Spielorte (z.B. wurde sie in Bad Laasphe in einer Disco gezeigt).

 






 

FUN von James Bosley - Deutsche Erstaufführung -
Regie: Rüdiger Meyke
Premiere:07.11.´97

"Die beiden Teenager, Bonnie und Hillary, die scheinbar grundlos eine alte Frau ermordeten, wurden von Katrin Nowak und Ninon Held ebenso glänzend dargestellt wie der Journalist und die Sozialarbeiterin Jane von Martin Maurer und Pia Thimon."
WP 10.11.´97


"...das Spiel ging unter die Haut."
WR 10.11.´97

 

FUN


 

WAS HEIßT HIER LIEBE? von der Roten Grütze
Regie: Pia Thimon
Premiere: 23.01.´98


"Realitätsnah läßt Regisseurin Pia Thimon zwei Teenies, Paul und Paula, Probleme der einsetzenden Pubertät sowie die Lust und Last der ersten Liebe durchleben....Tosender Beifall war der Lohn der eindrucksvollen Inszenierung."
WP 26.01.´98


"Die fetzige Inszenierung, die Musik und nicht zuletzt die überzeugenden Schauspieler haben es den jungen Zuschauern ermöglicht, tabufrei mit dem Thema Sexualität und Liebe umzugehen und nebenbei noch brennende Fragen zu beantworten."
WR 26.01.´98

 

Was heißt hier Liebe?


 

LEONCE UND LENA von Georg Büchner
Regie: Rüdiger Meyke
Premiere: 30.10.´98

"Nicht nur die routinierte Regie von Rüdiger Meyke machte das Stück sehenswert, auch das gekonnte Wechselspiel der Schauspieler (besonders zwischen Schedlbauer und Molitor) begeisterte die Zuschauer."
WR 02.11.´98


"Bei der Umsetzung der gesellschaftskritischen Komödie Georg Büchners bewies der Regisseur nicht nur Ideenreichtum, sondern auch den Mut zum Experiment."
WP 02.11.´98

 

LEONCE & LENA


 

SCHLAG AUF SCHLAG Bühnenstück von Maria Reinhard
Regie: Beate Wieser
Premiere: 19.02.´99

In diesem auf Interviews mit "schlagenden Müttern" basierenden Monolog einer Mutter, erleben wir eine Frau, die ihre "Tat" schonungslos öffentlich macht. Sie präsentiert ihre Lebensgeschichte einem Publikum, das sich der scheinbar zwingenden Logik, dass aus einem geschlagenen Kind eine schlagende Mutter wird, kaum entziehen kann. Aber Verständnis für die Tat bedeutet noch keine Entschuldigung für den Täter... Beate Wieser schafft in ihrer Inszenierung mit einem einfachen Bühnenbild und wenigen Requisiten eindringliche Bilder. Katrin Nowak in der Rolle der Mutter, die keine andere Möglichkeit mehr sieht, ihre Erziehungsprobleme in den Griff zu bekommen, fesselt ihr Publikum durch die offene Direktheit ihrer Figur.

"In einer großartigen Inszenierung bringen Katrin Nowak und Regisseurin Beate Wieser einfühlsam und eindringlich ein Thema zur Sprache, über das nicht gern geredet wird."
WR 10.3.´99


"Es hat mich sehr berührt", sagt eine Zuhörerin. "Ich bin selber Mutter und kann die Gefühle so gut nachvollziehen. Aber das kann wohl jede Mutter."

 

Schlag auf Schlag